By / 18th September, 2018 / AUSFLUGSZIELE, Blog / Off

Glück auf – das ist der Bergmannsgruß und so begrüßt auch der Bergmannsvereins der Grube Finstergrund in Wieden seine Besucher. Es gibt auch etwas, das diese Grube als einzigartig im Schwarzwald auszeichnet. Was das ist und einige andere Hintergrundinformationen zu diesem nahen Ausflugsziel verraten wir Ihnen in unserem Blog.

Geschichte des Bergwerks

Grube Finstergrund

Bergwerk Grube Finstergrund

Schon im 13. Jahrhundert beginnt die Historie der Grube Finstergrund in Wieden, als im Mittelalter Blei und Silber abgebaut wurden. Bis ins 20. Jahrhundert gab es mehrere Stilllegungen, als dann durch eine erhöhte Nachfrage der Industrie Fluorit (Flussspat) und Baryt (Schwerspat) abgebaut wurden. Der Grubenbetrieb wurde erst 1974 eingestellt, weil die Spate andernorts aufgrund hoher Konkurrenz günstiger zu bekommen waren. Die Gewerkschaft Finstergrund löste sich somit 1978 auf.

Doch schon 1975 gründeten ehemalige Bergleute der Grube Finstergrund einen Verein zur Instandhaltung des Bergwerks und seinen Traditionen. Daraufhin wurde die Grube Finstergrund zum Besucherbergwerk ausgebaut, 1982 eröffnet und 2007 mit einer Grubenbahn für Besucher ausgestattet.

Ein paar Worte zum Bergmannsverein

1975 wurde der Verein gegründet und sorgt dafür, dass die Grube Finstergrund instandgehalten wird, damit noch viele Besucher die langjährige Geschichte des Bergwerks erfahren und den Stollen besuchen können. Auch möchte der Verein den Besuchern die Mineralienausstellung näherbringen sowie die bergmännische Tradition wahren. Der Verein hat sich allerdings nicht nur auf die Grube Finstergrund beschränkt, sondern möchte alles Wesentliche aus der Bergwerkstradition der Region Südbaden erhalten, pflegen und als Kulturgut weitergeben.

Die Besonderheiten des Bergwerks

Grube Finstergrund

Bergwerksbahn

Das Besondere am Besuch von Finstergrund ist, dass die Grube die einzige im Schwarzwald ist, die ihre Besucher mit einem Grubenbahnbetrieb beglückt. Das bedeutet, dass nach ein paar einführenden Worten die Besucher Helme aufgesetzt bekommen und in die Bahn einsteigen, die die Gäste dann ins Bergwerk fährt.

Nach etwa 450 m beginnt ein Rundgang durch den kühlen Stollen, der ca. 45 min in über einem Kilometer Strecke dauert. Der Grubenführer erklärt die wichtigsten Stationen des Bergwerks und beantwortet gerne alle Fragen.

Es gibt nicht nur das Bergwerk zu besichtigen, sondern auch interessante Steine und Mineralien aus dem Stollen, die teilweise im Schwarzlicht leuchten – für Groß und Klein ein tolles Erlebnis.

Neben der Grube Finstergrund gibt es das sogenannte „Bergwerksüble„, in dem lecker gevespert, Kaffee und Kuchen genossen werden kann.

 

Organisatorisches

Von Ihrer Ferienwohnung im Haus Grabenbühl bis zur Grube Finstergrund sind etwa knappe 5 km, die Sie mit dem Auto in zehn Minuten schaffen oder in einer knappen Stunde wandern können. Mit dem Fahrrad benötigen sie etwa 30 min.

Bitte beachten Sie, dass zwischen November und April lediglich Sonderführungen auf Anfrage stattfinden. Die offiziellen Öffnungszeiten finden Sie auf der Homepage www.finstergrund.de

Denken Sie auch daran, dass Sie auch bei heißem Wetter eine Jacke mit in den Stollen nehmen und möglicherweise lange Beinkleidung. Im Stollen selbst wird es unter +10°C kühl.


Copyright der Bilder:
www.finestergrund.de – © Bergmannsverein Finstergrund Wieden e.V.